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Kunstgeschichten


An dieser Stelle präsentiere ich ab November 2016 in unregelmäßigen Abständen erlebte Geschichten
aus der Kunstwelt und subjektive Gedanken zum kulturellen Geschehen v.a. in Stuttgart und der Region.

Wer die Texte ergänzen und/oder kommentieren möchte, darf gerne eine E-Mail mit dem Betreff
„Kunstgeschichten“ an info@galerie-schacher.de schicken.

Marko Schacher




9_
Partieller Partizipationspessimismus
Sindelfingens „Off“-Kunst macht ratlos

Nomen est omen: „Off“ heißt die von Alexander Janz „eigens für die Galerie Stadt Sindelfingen entwickelte partizipative Installation“. Als ich am Sonntag, den 29.10.17, gegen 13.30 Uhr gut gelaunt und motiviert den „Schaufenster Junge Kunst“ betitelten Raum am Sindelfinger Marktplatz betrete, ist die aus einer Wand, einem Beamer, einer Fernbedienung, zwei Sitzsäcken und (nicht direkt sichtbar) mit einem ferngesteuerten, mit einer Kamera versehenen Modellauto im Galerie-Depot bestehende Installation tatsächlich „off“, das heißt: ausgeschaltet.
Ob sie mir die Installation anschalten könne, frage ich die Dame an der Rezeption, die zugleich auch die ans Haus angeschlossene i-Punkt-Tourist-Information betreut und mir bis dahin vor ihrem Computer sitzend ihren Rücken gezeigt hat. Sie kommt achselzuckend zu mir, sagt „keine Ahnung, wie das geht“, dass die Projektion an dem Tag noch nicht an war, ich aber gerne versuchen könne, den Beamer an zuschalten, beziehungsweise, nein, ich solle warten, sie hole mal eben Hilfe. Okay.

Die aus dem ersten Stock herbeigerufene junge Dame kann leider nicht helfen, weiß aber, dass die partizipative Installation am Wochenende nie partizipativ ist, beziehungsweise nur, wenn Madeleine Frey, die Leiterin der Städtischen Galerie Sindelfingen, und/oder ein entsprechend autorisierter Mitarbeiter selbst vor Ort sind, um das sensibel geschützte Depot aufzuschließen und das Modellauto mit der Kamera anzuschalten. Sie selbst habe keinen Schlüssel fürs Depot. Aha. Schade.
Mir bleibt die im Prospekt angepriesene „Entdeckungsreise durch die Kellerräume“ und das „Wechselspiel zwischen dem Sicht- und Unsichtbaren, den zugänglichen und den verschlossenen Räumen“ leider verwehrt. Über einen entsprechenden Hinweis im Ausstellungsflyer, auf der Galerie-Homepage oder wenigstens vor Ort vor/in der Installation hätte ich mich gefreut. Mehr natürlich noch über eine angeschaltete, funktionierende Installation. Ich frage mich zudem, ob eine nur während weniger Stunden interaktive Installation in dem von außen einsehbaren und von außen per Treppe nonstop zur Einsicht auffordernden „Schaufenster“-Raum Sinn macht.

Naja, okay, die Hauptausstellung im Haus, „I had to think of you / Ich musste an dich denken“ (doppelt hält besser?) von Ana Navas im 1.OG wartet ja auf mich. Und der Ausstellungsflyer hat mir für freitags 14-18 Uhr und samstags, sonntags 10 bis 17 Uhr (unter anderem deswegen war ich an einem Sonntagnachmittag gekommen) kompetente „Ausstellungsbegleiter“ in Aussicht gestellt, die mich „durch die aktuelle Präsentation führen und Fragen beantworten“.
Da ich selbst als geübter Ausstellungsbesucher und Kenner der zeitgenössischen, jungen Kunst so meine Schwierigkeiten mit der scheinbar ungeordneten, hierarchielosen Präsentation der Exponate von Frau Navas habe, bitte ich die gerade ein Buch lesende „Ausstellungsbegleiterin“ um einige vielleicht nützliche Hintergründe zur Ausstellung und Präsentation. Nunja, so richtig viel wisse sie auch nicht darüber, es gehe aber um den Unterschied zwischen Original und Kopie und die Räume seien bestimmten Themen wie Minimal und Urban untergeordnet. Aha! Achwas! Na dann! Ob die präsentierten Tapeten, Textilien und Objekte einen Bezug zu Sindelfingen haben (Fundstücke?) oder inwieweit sie mit der Biografie der Künstlerin zusammen hängen, weiß sie nicht. Ich finde die an Jugendzimmer und Resterampen erinnernden Präsentationen nicht so richtig spannend, muss immerhin zwei, dreimal an Martin Kippenberger denken und bekomme vor den überdimensionalen Nudel-Gemälden im Obergeschoss des angeschlossenen Oktagons Hunger.

Beim Gehen entdecke ich dann überraschend einen Raumplan mit einigen Hintergründen (warum hat mir die Ausstellungsbegleiterin von deren Existenz nichts verraten?). Dort erfahre ich, dass die Räume in vier Kategorien unterteilt sind: richtig…„Minimal“, „Urban“ plus „Nature“ und „Modern“. Und zum Beispiel was es mit dem in einer Melone steckenden Mercedes-Stern auf sich hat: „Der sich drehende Mercedes-Stern ist eine Metapher auf die technisierte, moderne Welt: Er gehört ursprünglich einer anderen Werkgruppe an, die Fragen nach Original und Fälschung stellt.“ Leider kein Wort über die Melone, deren etwaigen (kritischen?) Symbolgehalt und einen eventuellen Bezug zum nicht weit entfernten Mercedes-Werk. Und gedreht hat sich der Stern auch nicht. Schönster Satz im Faltblatt: „Die PVC-Böden dienen der atmosphärischen Gestaltung des Raumes“.

Aber hey, stand im Flyer nicht auch, dass drei Tage zuvor der Ausstellungskatalog im Rahmen der Literaturtage Baden-Württemberg präsentiert wurde?  Der Titel „I had to think of you / Ich musste an dich denken“ sei wörtlich zu nehmen, steht da, „denn die eigentliche Schreibarbeit – Thema der Literaturtage – haben Freunde der Künstlerin übernommen, in dem sie Fotografien geschickt haben, die an Navas Werk erinnern und das Buch durch partizipatorische Elemente ergänzen“ (das „in dem sie“ steht dort so). Wow, könnte interessant sein, endlich partizipatorische Elemente, juhu! An der Rezeption liegt aber kein Katalog aus. Auf meine Frage hin eilt die Dame dann aber ins Galeriebüro und kommt wenig später mit einem Katalog zurück! Auch wenn ich auf den Katalogseiten, im Werksverzeichnis und im Impressum keinen Verweis auf die partizipatorischen Elemente der Freunde der Künstlerin (hat sie keine mehr?) finden kann, bin ich motiviert, den von Santiago da Silva mutig und ungewöhnlich designten Katalog käuflich zu erwerben. Und sicherlich hält auch der integrierte Text von Galerieleiterin Madeleine Frey einige Erhellungen für die adäquate Besuchs-Nachbearbeitung bereit. „Hmm, der ist noch gar nicht im Verkauf, ich habe keine Anweisung, was der kostet“ entmutigt mich die Rezeptionistin sofort. Ich muss an etwas, das ich hier nicht schreibe, denken und verlasse die Galerie Stadt Sindelfingen.

Gut, dass es die Kunsthalle Tübingen und das Museum Ritter gibt! Trotz des regen Andrangs am letzten Öffnungstag der Ausstellung von Shirin Neshat empfangen einen die auf alle Räume verteilten Aufsichten gutgelaunt mit netten Worten und dezenten Hinweisen auf die Aufteilung der Exponate und Filme. Interessante und ungezwirbelt geschriebene Wandtexte verraten Werkzusammenhänge und schlagen mögliche Interpretationen vor.
Auch im Waldenbucher Museum Ritter werde ich drei Tage später von gut gelaunten Mitarbeitern empfangen, die einem ohne jede „Ausstellungsbegleiter“-Titulierung gefragt und auch teils ungefragt interessante Hintergründe zu den Exponaten der Ausstellungen von Jacob Dahlgren und „Von Alu bis Zement. Bilder, Plastiken, Objekte“ verraten (Danke, Herr Feifel!). Dort komme ich endlich zu meiner Partizipation! Dutzende von roten und blauen Dart-Pfeilen liegen in zwei Eimern bereit, um auf die aus Dutzenden schwarz-weißen Dart-Zielscheiben bestehende Wandarbeit „I, the world, Things, Life“ geworfen zu werden! Meine Begleitung und ich lassen uns das nicht lange sagen und nutzen unser „Ich bin besser als Du“-Streben, um die humorvolle Op-Art-Arbeit visuell zu verändern. Sind die Pfeile in den Eimern aufgebraucht, werden alte von den Zielscheiben gepflückt! Yeah!

Liegt es nur am Geld? Muss und sollte Sindelfingen Eintritt verlangen und sich ausgebildete „Ausstellungsbegleiter leisten? Oder bin ich der einzige, dem solche Dinge auffallen?

Achja: Auf der Homepage der Künstlerin, die ausschließlich ein 69-seitiges pdf-„Portfolio“-anbietet (hey, aber immerhin!), erfährt der scrollwütige Kunstinteressent tatsächlich ein paar Hintergründe zu den Exponaten, sieht aber auch, dass fast alle Sindelfinger Rauminstallationen bereits in anderen Ausstellungen, angepasst an die jeweiligen Räume, zu sehen waren.

Marko Schacher, 2. November 2017

Die Ausstellungsbesuche fanden am Sonntag 29.10.2017 und Mittwoch 1.11.2017 statt




8_Die Poesie des Protests

Die dokumenta14 war/ist besser als ihr Ruf

Adam Szymczyk hat für seine documenta 14 viel Häme und Kritik von der Fachwelt einstecken müssen. Bemängelt wurde vor allem die Inanspruchnahme der Kunst als Lehrstoff, als Illustration von Ideologien. In der Tat suchte man innovative, unterhaltsame Kunst in Kassel vergeblich. Anregende Kunstwerke gab es aber genug! Und gute auch! Beim Fokus auf die Lichtblicke und die Würdigung der jeweiligen Präsentation hat manchem d14-Besucher aus Stuttgart eventuell die Abhärtung durch das politisch geprägte Programm von Christ/Dressler im Württembergischen Kunstverein geholfen. Ob Gustave Courbet seine 1868 entstandene Grafit-Zeichnung "Almosen eines Bettlers in Ornans" tatsächlich als „Meditation über die Macht des Teilens“ verstanden haben wollte, wie der Wandtext behauptet, mag bezweifelt werden. Aber die Integration in die Kasseler Neue Galerie machte Sinn – wie auch die des sehr emotionalen Gemäldes "Mann in Ruinen" aus dem Jahr 1937 von Karl Hofer.

Das Video "The Shadow" von Regina José Galindo, in dem die in Guatemala geborene Künstlerin von einem deutschen Leopard-Panzer verfolgt wird, mag etwas platt daher kommen, lässt einen aber trotzdem über die Macht des Waffenmarkts nachdenken. Auch über die Gesamtqualität der im Fridericianum gezeigten Sammlung des Athener Nationalen Museums für Zeitgenössische Kunst, lässt sich streiten. Wer aber die 10 Minuten für Bill Violas bereits 2004 gedrehtes Video "The Raft" aufbrachte, wurde mit einer unter die Haut gehenden, zeitlosen Illustration des gegenseitigen Mit- und Gegeneinanders konfrontiert.

Mehr oder weniger geordnet in die Themengebiete Musik, Körper, Religion, Kolonisierung, Ungleichgewicht der Erde usw. waren es vor allem die Präsentationen im Untergrund des Kulturbahnhofs und im leergeräumten Hauptpostgebäude die durch ihr Umfeld faszinierten. Selbst Marta Minujins zu Tode fotografierter "Parthenon of Books" entwickelte vor allem in den Abendstunden eine stille Poesie des Protests.

Ein Trend der d14 – wie auch der diesjährigen Biennale in Venedig (s.u.) – scheint die Ausweitung der Performance-Kunst zu sein. Besonders beeindruckend habe ich den Beitrag des spanischen Künstlers Matti empfunden, der mit einigen Helfern und dem Publikum jeden Abend um 18 Uhr zum Dauerkonzert "Social Dissonance" bat. Die vermeintliche Aufführung entpuppte sich u.a. als Mitmachaktion zum Thema Zuneigung, in der die Anwesenden ihre persönlichen Grenzen der körperlichen Kontaktaufnahme ausloten mussten. Andere Aspekte zum Thema brachten Ernst Lorenz/Lorenza Böttner, Annie Sprinkle und – dank Michel Auder – auch Cicciolina und Jeff Koons ein.

Humor war mit den TV-Zeichnungen von Ashley Hans Scheirl dann doch vertreten, und gute Malerei dank Miriam Cahn und Edi Hila auch. Toll auch die Land Art von Luis Weinberger. Mich motivierte der d14-Besuch, die Suche nach dem Einklang mit mir selbst und der meiner Umgebung engagiert fortzusetzen. Kein schlechtes Resultat also! Am Ende war es der Spruch auf einer unscheinbaren, 30 Jahre alten Mail-Art-Collage von Ruth Wolf-Rehfeldt, der mich am meisten anregte: "Life is my favourite Art".

Marko Schacher, 30. August 2017

Eine Version dieses Texts erscheint in der Ausgabe 46 des Stuttgarter Kulturmagazins "SuR"




7_Performances zwischen Punk und Poesie
Die Kunstbiennale in Venedig verwischt die Grenzen


Sigmar Gabriel, Harald Falckenberg, Markus Lüpertz, Thomas Demand, Udo Kittelmann, Christian Jankowski, Nicolaus Schafhausen, Axel John Wieder, Elke aus dem Moore, Andreas Baur, Martin Roth, Ulrike Groos, Christiane Lange, Eva-Marina Froitzheim, Eva und Adele, Jesus: schon beeindruckend, wen man während der Preview Days auf der 57. Kunstbiennale Venedig so alles trifft. Weitaus beeindruckender war jedoch der Besuch im deutschen Pavillon. Die langen Warteschlangen, die schweißtreibenden Temperaturen, die hohen Hotelpreise und die patzigen Prahlereien der Kollegen werden von den ergreifenden Eindrücken während der im Original fast vierstündigen Performance „Faust“ schlichtweg aus dem Kopf geblasen.

Obwohl auch andere Länderauftritte in den Giardini längere Rezensionen verdient hätten (Dänemarks „Theatre of Glowing Darkness“ von Kirstine Roepstorff, Israels Schimmelparade von Gal Weinstein, Ungarns „Peace on Earth“-Mahnung von Gyula Várnai), sind es vor allem die von Anne Imhof und ihrer Crew geschaffenen Bilder und Assoziationen, die in den Gehirnwindungen der Besucher für immer überdauern werden. Und auf deren Speicherkarten und Festplatten! Auch ich bin dem zwanghaften Versuch, die Erlebnisse festzuhalten, erlegen und habe mit dem Smartphone während der 220-minüten Performance über 500 Fotos geschossen. Richtig gut aber habe ich mich gefühlt, als ich die vermeintliche Message des Auftritts für mich interpretiert und befolgt habe, mein Handy ausgeschaltet und mich auf den Boden gesetzt habe. Um die anderen zu beobachten. Die Besucher. Nicht die Performer. 

„In meiner Arbeit geht es um die Freiheit, die Freiheit der Gedanken“ – mit diesem einzigen Satz hat Anne Imhof, nachdem sie sich bei fast 50 Mitwirkenden bedankt hat, während der offiziellen Eröffnung des deutschen Pavillons ihren Beitrag kommentiert. Und in der Tat ist „Freiheit“ einer der Blickwinkel, unter der man das Gesehene und Erlebte fokussieren kann. Die Besucher sind „frei“, können im deutschen Pavillon umhergehen, wie sie möchten, während die von Anne Imhof mittels Choreographie und SMS-Nachrichten umher kommandierten Akteure scheinbar weitaus weniger Freiheiten haben. Aber ist dem wirklich so? Haben nicht in Wahrheit die Performer uns im Griff? Kaum ertönt ein Gitarrenriff aus dem Nebenraum, strömen alle Besucher dort hin. Sobald jemand ein Mikro ergreift (grandios: Franziska Aigner), verstummen alle. Kaum laufen zwei, drei Menschen in hohem Tempo parallel oder hintereinander in dieselbe Richtung, macht man ihnen und ihrem „Laufsteg“ Platz. Das Faszinierende ist die entschiedene Unentschiedenheit der Gesten! Die Grenzen zwischen Tanzen und Torkeln, Streben und Sterben, Kuscheln und Kämpfen, Catwalk und Exerzierplatz, Punk und Poesie verschwimmen. Auch die titelgebende Faust wird als ambivalente Droh-, Macht- und Sieger-Geste eingesetzt. In Sekunden wird die Bedrohung durch ein auf die Besucher gerichteten Wasserschlauch aufgelöst, indem der Performer den Schlauch als Dusche benutzt. Jeder Besucher wird andere Assoziationen haben, keine Aufführung gleicht der anderen. Man kann die Darbietung als Film, Theater, Skulpturenansammlung oder Landschaftsgemälde rezipieren. Oder als interaktive Performance, als „Situation“ à la Tino Seghal, aber mit Fotografiererlaubnis.

Überhaupt scheinen die Grenzbereiche der Performance diesmal die Biennale di Venezia zu bestimmen. Im französischen Pavillon locken ein Tonstudio, eine futuristische Papp-Architektur und abstruse Instrumente hoffentlich Musiker an. Im japanischen Pavillon dürfen die Besucher ihren Kopf durch den Boden stecken und vor den Augen und Kameras der anderen in eine Miniaturwelt eintauchen. Nevin Aladag ließ während der Preview-Woche sieben Tänzerinnen sieben Songs als Highheels-Abdrücke auf Kupferplatten steppen (anzuschauen im auf dem Arsenale-Gelände versteckten „Performance Pavillon“). 
Dass Erwin Wurm seine „One Minute Sculptures“ im österreichischen Pavillon in den ersten Tagen von ernst drein schauenden Performern aufführen lässt, war eine gute Idee. Seitdem werden seine Objekte wieder für Lachnummer-Selfies benutzt. Oder eben auch nicht. Ihm selbst dürfte das egal sein. So entspannt wie Erwin Wurm habe ich noch keinen Künstler während einer Pavillon-Eröffnung gesehen. „Ich hasse Pathos, deshalb mache ich auch solche Arbeiten“, erklärt er mir seine Gelassenheit hinterher.

Sowohl Candice Breitz im Südafrika-Pavillon als auch Teresa Hubbard und Alexander Birchler im Schweizer Pavillon hinterfragen mit ihren Film-Installationen die Grenzlinien zwischen Fakten und Fiktion.

Da man das von Christine Macel kuratierte „Viva Arte Viva“-Sammelsurium getrost vergessen kann, bleibt mehr Zeit für die „Collateral Events“: Wer auf Reizüberflutungen steht, sollte die „Intuition“-Ausstellung im Palazzo Fortuny und die Damien Hirst-Schau im Palazzo Grassi und der Punta della Dogana nicht verpassen. Auch die „Future Generation Art Prize“-Schau im Palazzo Polignac hält mit EJ Hill (unbedingt in den Garten gehen) und Christian Falsnaes zwei spannende Performance-Positionen bereit. Jedes Schlange-Stehen wert ist die von Udo Kittelmann kuratierte Schau „The Boat is leaking. The Captain lied“ in der Fondazione Prada, die Bühnenbilder von Anna Viebrock mit Fotos von Thomas Demand, Filmen von Alexander Kluge und der Palazzo-Patina zu einem begehbarem Gesamtkunstwerk vereint, innerhalb dem selbst Helge Schneider Sinn macht. „In der Ausstellung weiß man nicht, ob man Akteur oder Zuschauer ist“, diktiert Thomas Demand einem Journalisten in den Schreibblock, und ergänzt: „Das ist doch genau unsere Lage momentan.“

Am Schluss ist es aber eine im Nebenraum des koreanischen Pavillons präsentierte, aus allerhand unterschiedlichen Gläsern bestehende Installation von Cody Choi, die mich zu Tränen rührt. Während die zu einer Skyline vereinten Trinkgefäße von Lichtern und Trockeneisnebel umtanzt werden, singt Richard Sanderson „Dreams are my Reality“.

Info: Wer das Glück hat, zwischen dem 22. und 25. Juni, dem 3. und 6. Oktober oder dem 23. und 26. November 2017 nach Venedig kommen zu können, kann jeweils ab 10.15 Uhr die gesamte fast vierstündige „Faust“-Aufführung im deutschen Pavillon sehen. Bis dahin werden täglich eineinhalbstündige „performative Sequenzen“ zur Mittagszeit versprochen.

Marko Schacher, 26. Mai 2017

Die Preview Days der Biennale fanden vom 17. bis 19. Mai statt; Biennale-Ende: 26. November 2017

Eine gekürzte Version erscheint in der Ausgabe 45 der Zeitschrift "SuR.KulturPolitik für Stuttgart und Region"



6_kommt!

5_kommt!

4_kommt!

3_kommt!




2_Hilfe, Artcore!
The Heavy Entertainment Show der Online-Kunst


Als Galerist und Kunst-Fan freut man sich, wenn die Bildende Kunst Einlass in eine große Tageszeitung
findet. Auch gegen den Abbau von Hemmschwellen gegenüber der ach so hehren Kunst ist prinzipiell
nichts einzuwenden. Was mir da aber in der zwölfseitigen Broschüre „Kunst & Schmuck“ als Beilage in
der Wochenendausgabe Samstag/Sonntag 5./6. November 2016 ins Haus geflattert ist, taugt als ideale
Bebilderung des Worts „Fremdschämen“ in jedem Kunstlexikon.
Die unter der Überschrift „Besondere Ideen, erlesene Geschenke“ präsentierten Objekte haben leider
weder mit „Kunst“ noch mit „Schmuck“ besonders viel zu tun – und mit „besonders“ und „erlesen“ erst
recht nicht. Wie es Claude Monet wohl gefunden hätte, wenn ihm in Paris eine Dame mit gezücktem
Stockschirm begegnet wäre, auf dem ein Ausschnitt aus seinem „Mohnfeld bei Argenteuil“ abgebildet ist
(Preis: 59 €)?
Eine 16 Zentimeter hohe „mit Loriots Signatur versehene“ (nicht etwa eigenhändig signierte!) Kunstguss-
Skulptur „Herren auf der Rennbahn“, Auflage 1.499 Exemplare (!!), kostet 820 € (!!!). Die 84 x 90 cm
große Reproduktion eines „Stadtklangs" von“ Robert Hettich (????), Auflage 199 Exemplare, 890 €.
Mit Formulierungen wie „6-Farb-Pigmentauftrag auf Alu-Dibond“ und „Fine Art Giclée-Verfahren direkt auf
Künstlerleinwand aus 100% Baumwolle“ wird Unwissenden eine irreale Hochwertigkeit suggeriert.

Ob es wirklich der adäquate Weg ist, das Gedächtnis an große Künstler frisch halten, indem man
briefbeschwerergroße Bronze-Abgüssse ihrer kitschigsten Skulpturen in einer Auflage von 980
Exemplaren für 1.300 bis 1.500 € anbietet? Die Ernst Barlach Gesellschaft und die Emil Nolde Stiftung
Seebüll haben diese Frage offenbar mit einem „Ja“ beantwortet. Seltsam, dass man Noldes „weltweit
exklusiv bei ars mundi“ angebotene Skulptur „Java-Tänzerin“ im Internet bei zahlreichen anderen
Anbietern, teils billiger, teils teurer findet.
Leider hat es mein persönlicher Liebling, die Gartenfigur "Die verliebten Birkenpilze" (unbegrenzte
Auflage, Höhe: 31 cm, 128 Euro), die auf der Doppelseite in der Wochenendausgabe 18. Juni/19. Juni
2016 direkt unter der Überschrift "Die Stuttgarter Nachrichten präsentieren: Die Welt der Kunst"
angepriesen wurde, nicht in die Broschüre geschafft. Der Satz „wertvolle Einzelexemplare großer
Künstler" ist auch raus geflogen. Immerhin!

Schade, dass die beiden großen Stuttgarter Zeitungen bzw. deren Herausgeber eine solche Kooperation
eingegangen sind und dafür ihre Adresse www.stuttgarter-nachrichten.de/kunst hergegeben. Zahlreiche
Stuttgarter Galeristen (die aus anderen Städten natürlich auch), in deren jahrelanger Kunstvermittlungs-
arbeit viel Ideologie und Selbstausbeutung steckt, würden sich über eine ähnliche Kooperation freuen
– und haben echte, in kleinen Editionen gedruckte und gegossene Kunstwerke zu realistischen Preisen
im Programm.

Auf den beiden „Kultur“-Seiten in derselben Wochenendausgabe findet die Bildende Kunst leider (mal
wieder) keine Beachtung. Stattdessen wird auf einer 2/3-Seite das neue Album „The Heavy Entertainment
Show“ von Robbie Williams besprochen. 2/3 der Rückseite werden dem „Lolita“-Saisonauftakt im Staats-
schauspiel Stuttgart gewidmet.

Wenig später muss ich durch einen (ausschließlich auf englisch geschriebenem) nicht bestellten
Newsletter feststellen, dass eine ehemalige Stuttgarterin jetzt für „Art Consultancy & Cooperation“ bei
einer Kunstedition zuständig ist, bei der fußlahme Kunstfans u.a. einen in einer 100er-Auflage
erschienenen, unspannenden Inkjet Print von Wolfgang Tilmans, Format 48,3 x 32,9 cm, für 1.400 €
erstehen können. Ohne Rahmen versteht sich. Das Stockholmer Moderna Musset bietet diesen
2012 angeblich für ihre Mitgliedsfreunde exklusiv gefertigten Ladenhüter nach wie vor für 550 € an.

Auch auf die Gefahr hin, mit „altmodisch“, „oldschool“ und/oder „weltfremd“ etikettiert zu werden:
Ich glaube an die Aura des Kunst-Originals, an die Wertigkeit eines Face-To-Face-Kundengesprächs
– und an den gesunden Menschenverstand.

Marko Schacher, 8. November 2016

Die Broschüre lag am 5.11.16 u.a. den „Stuttgarter Nachrichten“ und der
Stuttgarter Zeitung“ bei.




1_Der Kritiker als Limbo Dancer
Beruf Kunstkritiker, Berufung Konzerttänzer

Die Fragen im Flyer des Kunstbüros der Kunststiftung Baden-Württemberg waren durchaus interessant:
„Welche Rolle spielt die Kunstkritik und wie lässt sie sich betreiben? Trägt die Kunstkritik zur Steigerung
des Marktwertes bei? Für wen wird sie geschrieben?“ Auch die in der Einladung vermerkte Feststellung,
dass unabhängige Außenperspektiven aufgrund der „allseitigen Vernetzungen im virtuellen und realen
Leben“ und wegen der „vielschichtigen Verflechtungen innerhalb des gesamtes Feldes“ nur „schwer
einzunehmen sind“, kann ich aus meiner eigenen Perspektive nur unterstreichen.

Leider hielt die dazugehörige, vom scheidenden Kunstmuseums-Kurator Sven Beckstette an seinem
Noch-Arbeitsort unter der Überschrift „Beruf Kunstkritiker/in. Herausforderungen, Einflussnahme und
Möglichkeiten“ moderierte Veranstaltung nicht, was sie versprach. Antworten auf die obigen Fragen gab
es nicht. Kein Wunder, weil die Fragen gar nicht gestellt wurden. Schön, dass sich Dr. Jörg Heiser (Frieze),
Catrin Lorch (Süddeutsche Zeitung), Hanna Magauer (Texte zur Kunst) und Kolija Reichert (F.A.Z.) darin
einig waren, dass eine gewisse Boulevardisierung der Kunstkritik stattgefunden hat. Leider wurden weder
deren Gründe noch deren Folgen wirklich und ehrlich erörtert. Lokalmatador Nicolai B. Forstbauer
(Stuttgarter Nachrichten) verwies auf die neuen Möglichkeiten des Internets und hatte sichtlich und hörbar
Schwierigkeiten, sich in die familiäre Runde einzubringen. Kein Wunder, dass am Ende nur eine einzige
junge Besucherin den Finger hob, als Kolija Reichert wissen wollte, wer jetzt immer noch tatsächlich
Kunstkritiker werden möchte.

Schade, dass man keinen vermeintlich unabhängigen Blogger eingeladen hatte, und schade, dass man
die im Einladungsflyer skizzierten Abhängigkeiten nicht offen erörterte. Solch ein Text, wie er an dieser
Stelle steht, würde unbearbeitet nie seinen Weg in eine Tageszeitung finden. Selbst ich erwische mich
beim Ansetzen der virtuellen Selbstzensur-Schere beim Tippen dieser Sätze. Auch ich befinde mich als
Galerist und Kurator und, ja, Journalist/Autor in Abhängigkeiten, will „meine“ Künstler in Institutionen und
Sammlungen unterbringen und meine Ausstellungen in der Presse berücksichtigt finden – und Aufträge.
Auch ich kann und will es mir buchstäblich nicht leisten, es mir mit bestimmten Kulturschaffenden zu
verscherzen. Und trotzdem muss es doch erlaubt sein, offen seine Meinung zu äußern. Oder?

Leider erst nach der Veranstaltung fiel mir das Büchlein „Schreiben über Kunst“, herausgegeben von
der Schweizer Sektion des internationalen Kunstkritikerverbunds AICA in die Hände. Unter der
Überschrift „Limbo Dance“ beschreibt der Kurator und Kritiker Daniel Morgenthaler einen der Gründe
für die Zahnlosigkeit der meisten heute erscheinenden Ausstellungsbesprechungen. Er fragt: Wo steht
der Kunstkritiker heute? Und antwortet: „Irgendwo zwischendrin, in einer Art Limbo. Zwischen Künstlern
und Kunstrezepienten, zwischen Kunstwerk und Publikum. Aber auch: Zwischen man und ich. Zwischen
Kuratieren und Kritisieren. Zwischen Journalismus und Literatur“. Im Folgenden erläutert er das jeweilige
„Dazwischen“ für jeden der genannten Punkte – und erläutert beim Stichwort „Zwischen Kuratieren und
Kritisieren“: „So lange es diese Personalunionen von Kritikern und Kuratoren gibt, ist es unumgänglich,
dass man sich für sich selbst einen griffigen Kodex aufstellt, der einen die Gleichgültigkeit der
verschiedenen Rollen ertragen lässt.“
Ein frommer Wunsch! Fast jeder Journalist, den ich kenne, steckt nebenher in Kunstauswahl-Jurys, ist in
Stiftungen von Künstlern oder deren Nachlässen aktiv oder als Kurator und/oder Kunstberater für Sammler
und/oder Banken/Firmen tätig. Umsomehr mag ich die „Stuttgarter Nachrichten“-Kolumne von Joe Bauer
und die ehrlichen Kritiken von Georg Leisten, den ich noch nie in einer Jury, einer Stiftung oder als
Ausstellungskurator gesehen habe. Auch wenn seine vermeintlichen Verrisse oft Folge einer Uninformiert-
heit sind. Eine gute Ausstellung muss ihre Qualitäten und Aura auch ohne die zuvorige oder gleichzeitige
Lektüre von erläuterndem Textmaterial entfalten. Meine Meinung. Georg Leistens Meinung.
    
Ist es naiv zu denken, dass sich Mut nach wie vor lohnt? Sollten nicht die heute Jungen viel mutiger sein
als…ich schreibe jetzt mal einfach…wir Alten (ich bin Jahrgang 1970). Ein kürzliches Erlebnis hat mich
diesbezüglich skeptisch gemacht: Beim Stuttgarter Auftritt des Berliner Techno-Projekts „Brandt Brauer
Frick“ während des New Fall-Festivals im vollständig bestuhlten Weißen Saal des Neuen Schlosses sind
alle Besucher – das Durchschnittsalter schätze ich auf Mitte 20 – brav sitzen geblieben. Obwohl es die
meisten angehörs der tanzflurtauglichen Elektro-Klängen sichtlich kaum in den Sitzen hielt. Und wer
machte den Anfang? Wer stand als erster (1. Reihe, ganz rechts) auf, um mit unbeholfenen Tanzmoves
den Saal zu…ähem…rocken? Ja, jetzt riecht es ein bisschen, Eigenlob stinkt: Ich!
Exkurs: Im Karlsruher ZKM tippte mir jüngst beim Auftritt von Kraftwerk ein Anfangzwanzigjähriger
auf die Schulter und unterbrach meine Tanzbewegungen mit dem kühlen Verweis „Tschuldigung, Sie
sind nicht alleine hier“. Kunstpause.
Sehr schön: Sechs bis acht Brandt Brauer Frick-Mittänzer waren sogleich zur Stelle. Eine höfliche, sehr
junge, aber auch sehr kleine Dame auch. „Bitte setzen Sie sich wieder auf Ihren Platz. Aufstehen
und Tanzen ist verboten“, raunte sie mir ins Ohr. Ich antwortete „Warum?“, bekam keine Antwort und
setzte meine Tanzgymnastik fort. Die meisten Mittänzer nicht. Belohnt wurde mein Ungehorsam mit
einem breiten Grinsen, einem Gimme Five-Handschlag und einem „Thank you for start to dance“ des
Backgroundsängers, der sich mit seiner Kollegin zwischenzeitlich zu mir gesellte. Und mit dem Lob
„Danke fürs Regeln Brechen“ einer jungen, charmanten Besucherin. Vielleicht sollten und müssten
„Regeln“ viel häufiger gebrochen werden?!

Kolija Reichert ist Jahrgang 1982, Hanna Magauer dürfte noch jünger sein. Hoffen wir das beste!

Marko Schacher, 4. November 2016

Die genannten Veranstaltungen fanden in Stuttgart am 28.10.16 im Kunstmuseum und am 29.10.16
im Neuen Schloss statt 






Rückblick:


Soziale Plastik relaoded
Christos Floating Piers-Therapie


Darf bzw. kann es in Zeiten, in denen wir fast täglich mit neuen Horrormeldungen und Attentatsbildern
überschüttet werden, überhaupt unpolitische Kunst geben? Sollten sich Künstler den Geschehnissen
stellen und sie thematisieren? Auf den ersten Blick ist Christo mit seiner Mainstream-Kunst sicher kein
politischer Künstler. Wer allerdings im Juni/Juli seine „Floating Piers“ besucht hat, könnte das anders
sehen. Klar war die Anfahrt anstrengend, natürlich können einem eventsüchtige Menschenmassen den
Spaß am individuellen Kunsterlebnis vermiesen. Aber in dem Moment, in dem man es geschafft hat,
die etwa 8.000 gleichzeitig auf den sanft schwankenden Wasserstegen laufenden und sitzenden
Besucher als Bestandteil einer gemeinsamen „sozialen Plastik“ zu sehen, war alles gut!

Vielleicht ist Christo der zeitgemäßere Beuys. Eventuell ist das vermeintlich Unpolitische seiner Kunst
gerade das Politische. Vielleicht ist die Demokratie seiner Projekte (kein Eintrittsgeld, keine V.I.P.-Areas,
keine Führungen) der reizvollste Aspekt in seinen gemeinsam mit Jeanne-Claude entwickelten Werken.
Ohne ihre eigenen Identitäten völlig aufzugeben, verschmolzen stolze Italiener, aufgeregte Asiaten,
traumatisierte Türken und internationale Touristen vor Ort mindestens für die Dauer ihres Besuchs zu
einem friedvollen Ganzen. Wohin man auf den gelb-orangen „Floating Piers“ sah: lächelnde Gesichter
– bei den picknickenden Großfamilien, Räder schlagenden Kindern, ihre nackten, muskulösen Oberköper
präsentierenden Bodybuildern, liegend vor dem blauen Iseo-See posenden Girls und bei den mutigen
Rollstuhlfahrern. Wer nicht gleich aufgab, konnte auch in der zweiten Woche von den Aufsichten noch
eines der kleinen Stoff-Quadrate ergattern. Dass zu dieser Zeit die Piers von 0 bis 6 Uhr (offiziell für
Aufräum- und Reparaturaufgaben) gesperrt waren, war schade, gewährte den Involvierten aber so
ebenfalls eine Aus-Zeit vom Stress.

Erstaunlicherweise wagte kaum ein Christo-Fan eine Erwanderung der Monte Isola. Wer ganz oben auf
dem Berg, einsam auf der Terrasse der Kirche Santuario Madonna della Ceriola, die soziale Skulptur als
ästhetisches Landschaftgemälde bzw. sinnliche Land Art aus der Ferne wahrnahm und eine kleine
Freudenträne aus dem Auge drückte, dem war und ist es egal, ob die Waffenherstellerdynastie Beretta
zur Verwirklichung nicht nur ihr Ferien-Inselchen San Paulo und ihre Verbindungen zum Iseosee
Präsidenten Giuseppe Faccanoni mit eingepracht hat. Dass Christo die Idee zum Wiederaufgreifen
seiner „Flaoting Piers“-Pläne im April 2014 auf der Heimfahrt von seiner Auszeichnung mit dem
Theodor-Heuss-Preis in Stuttgart hatte, ist vielleicht auch egal, aber eine schöne Anekdote.

„Holidays are cheaper than therapy“ verkündete das T-Shirt einer asiatischen Pier-Wandlerin. Für mich
waren die acht Stunden Christo mein Sommerurlaub.

Marko Schacher, Juli 2016

Dieser Text ist in der Ausgabe 42 der Zeitschrift "SuR.KulturPolitik für Stuttgart und Region" erschienen


 

 
 

Schacher – Raum für Kunst