Apokalypse wow? Viele der grotesken Comicfigur-Tier-Mensch-Mischwesen vereinenden Werke von Juliane Hundertmark sehen so aus, als hätte George Grosz gemeinsam mit Jeff Koons und Janosch Bilder gemalt. Der durch die Narrativität der Szenerien in unseren Köpfen entstehende Film könnte auch eine Gemeinschaft-Produktion von Tim Burton und Walt Disney sein.
Die teils deformierten, teils unfertig gemalten ProtagonistInnen sind in spießigen Wohnräumen und Klassenzimmern platziert oder zu vermeintlich konservativen Gruppenbildern arrangiert. Oft erinnern die skurrilen Szenen an Theaterbühnen, die an unsere Fantasie appellieren und uns auffordern, die dargestellte Gruppendynamik weiter zu denken. Wir sehen auf die Bilderbühne geschupste Freaks und Außenseiter, die mit einer (t)rotzigen Punk-Attitüde und viel schwarzem Humor zum Kampf gegen Rituale aufrufen.
Juliane Hundertmark verbindet klassische Malerei mit einfallsreichen Collage-Techniken zu ihrer individuellen, surrealen, gleichermaßen irritierenden, wie faszinierenden Bildsprache.
Infos zur vergangenen Soloschau "after the rain" in der Ludwigsburger Karlskaserne
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